Konzert zum dritten Oktober

03. Oktober 2022, 17.30 Uhr, Bürgerhaus Viernheim

 

Im Programm zu diesem Konzert in Viernheimer Bürgerhaus zeigen drei westliche Komponisten des 21. Jahrhunderts unterschiedliche Herangehensweisen an klassische Vorlagen aus dem Osten:

Johan de Meijs Extreme Make-Over trägt den Untertitel Metamorphosen über ein Thema von Pjotr Tschaikovski. De Meij vollbringt sukzessive eine Transformation der zunächst originalgetreu gespielten Vorlage hin zu einer völligen Neuinterpretation, die die vielfältigen klanglichen Möglichkeiten des sinfonischen Blasorchesters voll ausnutzt und auf originelle Art erweitert – beispielsweise durch ein zehnstimmiges Ensemble aus gestimmten Wasserflaschen.

Christiaan Janssen bleibt strenger bei seiner Vorlage, auch wenn er den Solisten – in unserem Falle den in Kasachstan geborenen und in der Rhein-Neckar-Region bekannt gewordenen Stanislav Novitskiy – in Rachmaninows berühmtem 2. Klavierkonzert fast ohne Streicher begleiten lässt. Warme Bläserklänge breiten den Teppich aus für eines der wohl schönsten Klavierkonzerte aller Zeiten.

Des Belgiers José Schyns großes Vorbild ist unverkennbar Maurice Ravel und dessen berühmt gewordene Orchestration von Mussorgkis Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung. Sie hören also die Bearbeitung einer Bearbeitung! Auf der Promenade durch die Galerie begegnen uns Klanggemälde aus mehreren osteuropäischen Kulturen.

Sinfonische Blasorchester Ludwigshafen
Sinfonische Blasorchester Ludwigshafen

Der Dirigent Dorian Wagner wurde 1986 in Karlsruhe geboren. An der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim studierte er Schulmusik mit dem Hauptfach Posaune und dem Beifach Politikwissenschaft an der Universität Mannheim.

Besonders hat ihn sein Lehrer Markus Theinert geprägt, bei dem er ab 2009 Dirigieren mit Schwerpunkt Blasorchesterleitung studierte. Dessen unaufhörliche Suche nach erlebbarem Musizieren wurde fortan für Dorian Wagner zum Leitbild seiner dirigentischen Tätigkeit.

Nach seinem Studium arbeitete er zunächst zwei Jahre als Bildungsreferent für den Landesmusikrat Niedersachsen, war Vizepräsident der deutschen Sektion der World Association for Symphonic Bands and Ensembles (WASBE) und stellvertretender Landesvorsitzender der Jeunesses-Musicales Rheinland-Pfalz. Heute ist er Lehrer am Otto-Hahn-Gymnasium in Landau. Seit 2012 leitet Dorian Wagner das Sinfonische Blasorchester Ludwigshafen.

Stanislav Novitskiy, Klavier

kam 1988 in Kasachstan zur Welt. Im Alter von fünf Jahren entdeckte es das Klavier für sich und wurde in die „Republikanische Musikfachschule für Hochbegabte Kinder K.Bajseitowa„ aufgenommen, die er siebzehnjährig mit Auszeichnung abschloss. Zu seinen ersten Auftritten als Solist gehörten das Haydn-Konzert D-Dur mit dem Staatlichen Kammerorchester der Republik Kasachstan sowie das Klavierkonzert a-Moll von Edvard Grieg mit dem Nationalen Symphonischen Orchester. Novitskiy studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim bei Prof. Andreas Pistorius; sein Studium schloss er mit Bestnoten ab. Meisterkurse u.a. bei Mikhail Voskresensky, Peter Feuchtwanger, Valery Afanassiev, Felix Gottlieb verleihen seiner Ausbildung einen besonderen Schliff. Nach seinem Aufbaustudium (solistischen Ausbildung) an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim bei Prof. Paul Dan konzertierte Stanislav Noviskiy im In- und Ausland.




Am 1. Oktober beginnt an der Städtischen Musikschule Viernheim das Wintersemester 2022. Das Angebot für alle Altersstufen und Instrumente sowie Gesang kann im Einzel- oder Gruppenunterricht erlernt werden. Unterricht gibt es sowohl im klassischen Stil, als auch in den Bereichen Pop und Jazz. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

 

Tolle Angebote - auch für die Jüngsten

Die „Kängurumusik“ bietet den ganz Kleinen ab ca. 18 Monaten bis vier Jahren den optimalen Einstieg in die gemeinsamen musikalischen Spiele und in das Erleben von Musik. Die Kurse besuchen die Kinder gemeinsam in Begleitung ihrer Eltern oder mit einer vertrauten Bezugsperson. Ziel ist es, die Spielfreude der Kinder zu wecken und das aktive Musizieren in der Familie anzuregen. Die Kinder empfinden es als besonderes Erlebnis, wenn sie mit alten und neuen Versen, Liedern, kleinen Tänzen und Bewegungsspielen in Kontakt kommen.

 

Die musikalische Früherziehung ist ein Angebot für Kinder ab vier Jahren bis hin zum Schulbeginn. Hier stehen Singen und Sprechen bei Tänzen und Bewegungsspielen auf dem Programm, aber auch das Instrumentalspiel mit erster Notation wird vermittelt und des Weiteren die musikalische, motorische und soziale Entwicklung des Kindes entwickelt. „Für Eltern und andere Bezugspersonen ist es immer wieder ein spannendes und intensives

Erlebnis, bei der Entwicklung der Fähigkeit der Kleinen unmittelbar dabei zu sein“, berichtet Emilsson. In Kooperation mit viele Kindertagesstätten in Viernheim kann dieses Angebot sogar vor Ort in der Einrichtung in Anspruch genommen werden. Nähere Informationen hierzu gibt die Verwaltung der Musikschule. 

Im sogenannten Schnuppersemester haben Kinder und Jugendliche die Gelegenheit, für jeweils sechs Wochen drei verschiedene Instrumente oder auch Gesang auszuprobieren. Dieses Angebot ist auf ein Musikschul-Semester begrenzt.

Für Erwachsene bietet die Musikschule Musikunterricht „à la carte“ an. Jede Schülerin beziehungsweise jeder Schüler bestimmt den Unterrichtsumfang selbst und vereinbart individuell jede einzelne Unterrichtsstunde mit der Lehrkraft. 

Aber auch die Digitalisierung hat in Zusammenhang mit Musik und neuen Medien Einzug in die Städtische Musikschule gehalten, weshalb seit dem letzten Semester das neu eingerichtete Unterrichtsangebot „Musik und neue Medien“ angeboten wird. Das Angebot richtet sich an Alle, die schon immer einmal einen eigenen Song schreiben oder produzieren und aufnehmen wollten oder sich für Sounddesign und Recording-Technik begeistern lassen. Das Angebot wird individuell für jeden Teilnehmenden angepasst.